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Next stop: Krabi

Strand, Sonne und Meer.

Am Donnerstag morgen kamen wir endlich im Süden Thailands an. In Krabi, um genau zu sein. Krabi ist ein beliebtes Backpackerziel, um von hier aus die nahegelegen Buchten und Nationalparks zu erkunden. Krabi selbst hat aber keinen Strand.

 

Hostel

Das Pak-Up Hostel war bisher das beste Hostel in Thailand. Super Zimmer, Betten, saubere Duschen und Klos und vor allem ein super Gemeinschaftsgefühl, da das Hostel Aktivitäten für alle  Backpacker anbietet… und jeden Abend gab es eine andere Challenge in der hosteleigenen Bar.

Twister Challenge

An einem der Abende ging ich als Sieger der Twister Challenge hervor.. haha das war ein  Spaβ, vor allem mit bodenlangem Rock! Als Gewinn gab es dann ein T-shirt vom Hostel und ein Getränk von der Bar 😉

 

Budget: 360 Baht (= 9,15 Euro)/Nacht

 

Railay Beach

Ca. 30 min und 150 Baht mit dem Longtailboot von Krabi entfernt liegt diese schöne Bucht, umgeben von eindrucksvollen Kalksteinformationen… Auβerdem gibt es tolle Klettermöglichkeiten zu Aussichtspunkten und einer kleinen Lagune, schnorcheln kann man auch.

Wir verbrachten hier 2 von drei Tagen. Unsere ersten Strandtage in Thailand… 😉

Tiger Temple

Der Tiger Temple liegt auf einem Berg am Rande der Stadt Krabi. Voller Vorfreude auf eine wunderschöne Aussicht und einen tollen Sonnenuntergang meldeten wir uns für die Tiger-Temple-Challenge an und saβen am späten Nachmittag mit anderen Leuten aus dem Hostel auf der Ladefläche eines Pick Ups und fuhren in Richtung Tiger Temple. Dort angekommen liehen wir Frauen uns einen blauen Umhang, der eher einem Arztkittel glich, damit wir uns oben im Tempel die Schultern und Beine bedecken konnten (Respekt).

Was erwartete uns? Nicht mehr oder weniger als 1237 steile Treppenstufen, die zum Gipfel des Berges führten. Es stellte sich als anstrengender als gedacht heraus und bald wurde uns allen klar, warum das Hostel den Ausflug mit „Challenge“ betitelt hatte… Meine Klamotten waren innerhalb von wenigen  Minuten nass geschwitzt, nicht zuletzt wegen der drückenden Hitze, die trotz der späten Uhrzeit noch zu spüren war.

Wir wurden belohnt! Was für ein schöner Ausblick, was für eine Ruhe und was für ein gutes Gefühl, diese 1237 Treppen erklommen zu haben 😀

Nationalpark Kao Yai

Wie erkundet man am besten einen Nationalpark? Naja entweder man zeltet mitten im Park auf einem Campground oder man bucht eine Trekkingtour. Wir haben uns aus Zeit- und Ausrüstungsgründen für Letzteres entschieden, da wir nur 1 1/2 Tage für den Park einplanten. Hat es sich gelohnt? Ja!!

Unserem Freund und Helfer, dem Lonely Planet folgend sind wir im Greenleaf Guest House in der Nähe eines Parkeingangs untergekommen. (150 Baht/Nacht = 3,80 Euro). Schon in Chiang Mai wurde uns dieses Guest House von zwei Deutschen empfohlen, die genau wie wir hier eine 1 1/2 tägige Tour gemacht haben.
Am Montag reisten wir also mit einer 13h-Busfahrt von Pai aus über die Nacht an. (Im Vergleich zum Nachtzug wesentlich unkomfortabler, da uns Betten versprochen wurden,buchten wir die VIP-Klasse; letzten Endes gab es allerdings nur stark zurück klappbare Sitze, aber mit Massagefunktion 😉 Wie übertrieben!)

Tipp: Die beste Busverbindung ist der Nachtbus von Chiang Mai nach Kohrat (650 Baht = 16 Euro) und dann mit einem normalen Bus weiter nach Pak Chong, von wo aus der Park leicht zu erreichen ist.

 

Tag 1: Fledermäuse, Spinnen und Hundertfüβler

Jedenfalls wurden wir im Guest House herzlich empfangen und entschieden uns, direkt die Tour am Nachmittag mitzunehmen.
Nachdem wir gefühlt Tonnen Mosquito Spray und Sonnencreme auf die Haut geschmiert hatten, kletterten wir in die Jeeps, die vor dem Hostel bereit standen. Juhu – die Gruppe aus dem Hostel bestand zum Groβteil aus Spaniern, sodass ich meinen Spaβ hatte, Spanisch zu sprechen.
Uns erwartete eine Höhle, welche Mönchen als Meditationsstätte dient, voller Fledermäuse. Der Gestank in der Höhle durch den „guano“ (= Fledermaus*******) war kaum auszuhalten, trotzdem waren wir überweltigt von dem Anblick hunderter Fledermäuse!

 

 

 

 

 

Auβerdem begegneten uns seltene Tiere, wie ein Hundertfüβler oder (Achtung Harrypotterfans!!!) folgende Skorpionsspinne, welche im 4. HarryPotterTeil in einer Stunde der dunklen Künste von Mad Eye Moody gefoltert wird 😉
Kaum hatte mich der Guide, Joe, gefragt, ob ich mich trauen würde, die Spinne mal im Gesicht zu fühlen und ich mich nicht wehrte, saβ diese auch schon über meinem rechten Auge.
Nach der Höhle ging es zu einem Aussichtspunkt, wovon man beobachten konnte, wie eine halbe Stunde lang 4 Millionen Fledermäuse aus ihrer Höhle flogen, um in der Abenddämmerung zu jagen. Man hätte von weitem fast meinen können, der Schwarm an Fledermäusen wären Rauchschwaden gewesen.
Zur Abkühlung sprangen wir bzw. letzten Endes war ich die einzige, da die anderen wahrscheinlich durch die teilweise giftigen Tiere, welche wir heute gesehen hatten, abgeschreckt waren, in einen kleinen, angelegten See, bevor es zum Hostel ging.
Abends waren wir heilfroh über unser Doppelzimmer und sanken in die vergleichsweise (zur letzten Nacht im Bus und den Nächten zuvor in Pai) federweichen Matratzen und schliefen bis 7.00 Uhr am nächsten morgen wie Babies.

 

 

 

Tag 2: Krokodile, Affen, Gibbons und Waterdragons

Der Tag beginnt mit einer angenehmen Truck-Fahrt in den Nationalpark. Dort angekommen heiβt es, dass wir noch ein Stück weiter fahren, um evtl wilde Elefanten zu sichten. Da hatten wir wohl leider kein Glück. Bzw. im Nachhinein ist die Frage, ob die Führer nicht sogar diese „Elefantensuche“ nur erfunden haben, um die Touries bei Laune zu halten. Wilde Elefanten zu sehen, ist wohl eher eine Seltenheit.
Trotzdem war ich begeistert von der Unberührtheit der Natur. Der Guide lotse uns einen schmalen Pfad entlang mitten durch Lianen und meterhohen, hunderte von Jahre alten Bäumen. Rechts von uns fiel der Pfad ca. 2m zu einem Fluss ab. Und nachdem wir einen „Waterdragon“ (s. Bild) entdeckten, fingen plötzlich die Spanier an „crocodillo“ zu rufen und nachdem ich schnell zur Gruppe aufgeschlossen hatte, sah ich das erste Mal ein wildes Krokodil vielleicht aus 5m Entfernung! Cool! Definitiv ein Erlebnis. Beunruhigt beobachtete ich dann jedoch, wie es langsam aus dem Wasser herauskroch und im Dickicht der Farngewächse verschwand. Zum Glück auf der anderen Seite des Ufers….

 

Mein persönliches Highlight der Tour, waren die Affen, welche wir am Schluss in der Nähe des Visitorcentres beobachten konnten. Ein Affe hüpfte sogar schnell in unseren Truck, als wir ausgestiegen waren, und klaute sich unser Toastbrot, das wir achtlos offen daliegen gelassen hatten. Als wir das sahen, sprinteten wir zurück zum Truck, um unsere Rucksäcke zu sichern!

Ich versuchte mich an ein paar Schnappschüssen und filmte zwei herumtollende Affen. Zu meinem groβen Entsetzen sprang einer der Affen plötzlich unerwartet in meine Richtung und schien meine Kamera mit seinen schelmischen Augen zu fixieren. Ich stolperte rückwärts … Und stampfte dann einmal laut auf den Boden, zum Glück hatte er sich wohl schon wieder auf etwas anderes konzentriert und ich bin also immer noch stolze Besitzerin meiner Kamera…! Das Video hierzu wird noch hochgeladen… 😉

 

 

Tipp: Die 1 1/2 tägige Tour kostet 1500 Baht (= 38,50 Euro) incl. Eintrittsgebühr in den Park (400 Baht), Essen, Trinken und Transport, wer allerdings richtig wandern möchte, weniger auf dem Truck durch den Park fahren möchte, und etwas mehr Zeit einplant, sollte den Park auf eigene Faust erkunden und ein Zelt mitnehmen, um auf dem Campground zu zelten.

Thai Massage von blinden Masseuren

Tagelang sehen wir immer wieder Massagesalons, welche mit Spottpreisen verschiedenste Massagen anbieten… Im Vergleich zu Bangkok sind die Preise in Chiang Mai noch niedriger.. 1h Massage kostet ca. 180 – 200 Baht (= 4,70 €).

Nun war also der Tag gekommen für unsere erste Thai-Massage. Eine Ganzkörpermassage ohne Öl. Von mehreren Reisenden hattten wir gehört, dass das unter Umständen ein ziemlich schmerzhaftes Unterfangen werden könnte.

Es stellte sich also die Frage, wem man seinen Körper anvertrauen Blind Massae Chiang Maisollte, ohne danach völlig gerädert herauszugehen. Überfordert von der Vielzahl an Massagesalons entschieden wir uns letzen Endes für den vielleicht ungewöhnlichsten Salon: Blind Massage.

 

Abgesehen davon, dass es meine erste Massage in einem Massagesalon war, war es eine ungewöhnliche Erfahrung, denn die Thaimassage erfodert Körpereinsatz, und ist nicht nur zum Entspannen da. Ich betrat das Studio und wurde in einen abgedunkelten Raum mit 6 nebeneinander stehenden Massageliegen geführt.

Zwei Liegen waren belegt. Ein deutsches Ehepaar. (So viele Deutsche wie in Thailand habe ich auf meinen Reisen noch nie getroffen.) Mit Entsetzen schaute ich den Mann an, der immer wieder leise fluchte und aufschrieh, als die Masseurin offensichtlich sehr empfindliche Punkte an seinem Oberarm drückte. Unsicher warf ich einen Blick auf die Frau rechts neben ihn. Ihr schien es zu gefallen, dass ihr Mann leidete und konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. Zum Glück hatte ich mich vorher bei der Rezeptionistin nach dem Wort für „sanft“ in  Thai erkundigt, sodass ich meinem Masseur wohl klar machen konnte, dass ich keine Schmerzen erleiden wollte.

Ich bekam eine viel zu groβe grüne Hose aus Stoff, die sich wie Seide anfühlte gereicht. Schnell lag ich auch schon auf der Massageliege und versuchte langsam mich zu entspannen. Erst das linke Bein, dann das rechte…, als er sich zu meinen Füβen vorarbeitete erschrak ich, als er plötzlich ruckartig meine Zehen weg von meinem Körper zog, sodass ein unangenehmes Knachsen zu hören war…  dann die Arme, der Rücken, die Schultern, der Kopf.

Nun auch schmunzelnd hatte ich den Mann neben mir  beobachtet, der es offensichtlich genoss, zu leiden. Die Masseurin, eine kleine zierliche Frau, wendete ihre ganze Körperkraft auf und stand in der Zwischenzeit auf der Massageliege hinter dem mann und drückte mit all ihrer Kraft ihre Hände in die Schultern des Mannes. Ein verrücktes Bild.

Später stand auch mein Masseur, ein dünner Mann mitte fünzi,  hinter mir auf der Liege und kniete sich dann hinter mich. Umschlang meinen Oberkörper und wiegte mich zunächst wie ein Kind, indem er meinen Oberkörper langsam von links nach rechts drehte. Dann einmal ruckartig in beide Richtungen und mit einem „okay Madame“ entlieβ er mich schlieβlich.

Was für eine Erfahrung! Sicherlich war das nicht meine letzte Thai-Massage auf dieser Reise.

 

Budget: 200 Baht (5 Euro)/ 1 h