last Stop: Koh Nang Yuan

… unser letzter Tag!

Nachdem uns Sairee Beach auf Koh Tao sehr ueberlaufen vorkam, wollten wir nochmal an einen unvergesslichen Strand, um die Insel mit ihren malerischen Buchten in Erinnerung zu behalten.

Indie Café und Bakery

Wir stehen frueh auf, und sind fast die einzigen im Hostel, die schon auf den Beinen sind. Es ist 8.30 Uhr. Wir brauchen den letzten Rest Sonnencreme auf (so teuer hier in Thailand!), schlagen uns den Bauch bei unserem Lieblingscafé, dem Indie Café voll (Muesli mit Joghurt und frisch geschnittenen Fruechten, Bagel und Schoko-Croissant… ganz schoen europaeisch, aber unwiderstehlich), und auf zum Strand!

 

 

 

 

Es wird ein Longtailboot gechartert und eisern verhandelt. Wir schaffen es, 50 Baht weniger als die zwei Jungs zu zahlen, die knapp vor uns los sind! Juhu, mittlerweile ist aus dem Handeln hier ein richtiger Sport geworden… Wir geniessen die Fahrt und auf der Insel angekommen muessen wir erst mal eine „Entrance Fee“ fuer die Insel bezahlen… Das wussten wir zum Glueck schon vorher,… was wir allerdings nicht wissen ist, dass man keine Plastikflaschen auf die Insel mitnehmen darf. Wegen Umweltverschmutzung… Jaja, ich glaube ja eher, dass das einzige Restaurant der Insel richtig Geld mit dem Verkauf von Getraenken machen moechte… aber gut. Ich schmuggle laechelnd trotzdem zwei Flaschen mit rein, waehrend meine Freundin ihre abgibt und wir  diese noch kurz runterschuetten…

Mit vollen Wasserbaeuchen machen wir uns auf dem Weg zum Aussichtspunkt der Insel. Es ist noch nicht zu heiss… Also genau richtig fuer solche Aktivitaeten, um danach am Strand zu faulenzen und sich ab und zu ins Wasser zu den Fischen zu stuerzen.

Ein paar schweisstreibende Minuten spaeter, kommen wir oben an. Die Aussicht lohnt sich ;-)!!

View Point Koh Nang Yuan

[Datum einfach ignorieren, das hatte ich nicht richtig eingestellt bei der neuen Actioncam]

Budget pro Person: Longtailboot Hin- und Rueckweg 250 Baht (= 6,60 Euro), Inseleintritt 1oo Baht (= 2,60 Euro)

Tipp: Unbedingt Wasser (im Rucksack versteckt!) auf die Insel mitnehmen und Hut oder Sonnenschirm, denn dort gibt es so gut wie keine kostenlosen Schattenplaetze… bitte die Taucherbrille zum Schnorcheln nicht vergessen ;)!

Koh Tao – Schildkröteninsel

KOH TAO …. ist eine wunderschöne Insel mitten im Golf von Thailand

Koh = Insel, Tao = Schildkröte

Früher waren die meisten Inselbewohner wohl Meeresschildkröten… Leider wurde der natürliche Lebensraum der Unterwasserweltler der Insel durch den Tourismus so beeinflusst, dass heute nur noch vereinzelt Meeresschildkröten gesichtet werden und die Insel dem Namen nun nicht mehr gerecht wird…

Die ersten drei Nächte verbrachten wir in der Chalok Ban Khao Bucht in einer netten Anlage Bigfish direkt am Meer.

Budget: 600 Baht (=15 Euro)/ Zimmer (3 Betten), Ventilator, direkt am Meer

Die Chalok Bay ist eine eher ruhigere Bucht mit flachem Sandstrand. Die Atmosphäre ist wunderbar. Jeden Abend wird Livemusik gespielt, welche durch die ganze Bucht schallt und durch hunderte von Lampignons und andere bunte Lichter wirkt die Bucht sehr verspielt. Uns hat es hier auf jeden Fall super gut gefallen und wir konnten richtig entspannen.

Shark Bay

Zu Fuβ sind wir am zweiten Tag eine Bucht weiter gelaufen…
… zur Shark Bay! Aber nein, wir haben keine Haie gesehen. Trotzdem war die Unterwasserwelt ein Traum – auch die Überwasserwelt am Strand hatte durchaus seinen Reiz, seht selbst:

Shark Bay

Bunte Unterwasserwelt (bitte das Datum ignorieren, ist falsch eingestellt ;-))

 

Hochzeit am Strand

Das lässt wahrscheinlich jedes Frauenherz höher schlagen. Zum Sonnenuntergang durften wir eine Trauung direkt am Strand miterleben! Wie kitschig, aber auch wie schön!!

 

Ao Leuk Bay und Taxi fahren auf Koh Tao

Zunächst stellt sich die Frage, wie man sich eigentlich auf Koh Tao fortbewegt? Überall können Roller für 24h für schlappe 150 Baht ausgeliehen werden. Aber VORSICHT! Man spricht gerne von der Roller-Mafia… Als Tourist kann man ganz schön abgezogen werden, wenn man nicht vorher Bilder vom Roller macht, um alle Kratzer genau zu dokumentieren.. davon abgesehen sind die Straβen nicht alle befestigt und die Insel ist sehr bergig. All diese Argumente zusammen genommen lieβen uns also schweren Herzens ein Taxi für ganze 600 Baht (15 Euro) hin und zurück zu einer nahe gelegenen Bucht nehmen…
Auf zur Leuk Bay!! Eine kleine Bucht mit einem Wahnsinnswellengang… und dem schönsten (bzw. ausgefallenstem Restaurant, in dem ich je war).
Die Felsformationen und der starke Wellengang erinnern hier eher an den stürmischen Atlantik!

Sairee Beach

Die letzten zwei Nächte werden wir hier am Sairee Beach, dem Haupstrand Koh Taos, verbringen, um von hier aus morgen auf eine kleine vorgelagerte Insel mit dem Boot zu fahren und dort schnorcheln zu gehen.
Das Dorf hier könnte man schon fast „Stadt“ im Vergleich zur Chalok Bay nennen, wo wir die letzten drei Nächte geschlafen haben.. 😉

Mittagessen in einem Restaurant am Strand

Wassermelonenfruchtshake nach einem bergigen Spaziergang zur nächsten Bucht, um den Sonnenuntergang anzuschauen :)

 

Next stop: Krabi

Strand, Sonne und Meer.

Am Donnerstag morgen kamen wir endlich im Süden Thailands an. In Krabi, um genau zu sein. Krabi ist ein beliebtes Backpackerziel, um von hier aus die nahegelegen Buchten und Nationalparks zu erkunden. Krabi selbst hat aber keinen Strand.

 

Hostel

Das Pak-Up Hostel war bisher das beste Hostel in Thailand. Super Zimmer, Betten, saubere Duschen und Klos und vor allem ein super Gemeinschaftsgefühl, da das Hostel Aktivitäten für alle  Backpacker anbietet… und jeden Abend gab es eine andere Challenge in der hosteleigenen Bar.

Twister Challenge

An einem der Abende ging ich als Sieger der Twister Challenge hervor.. haha das war ein  Spaβ, vor allem mit bodenlangem Rock! Als Gewinn gab es dann ein T-shirt vom Hostel und ein Getränk von der Bar 😉

 

Budget: 360 Baht (= 9,15 Euro)/Nacht

 

Railay Beach

Ca. 30 min und 150 Baht mit dem Longtailboot von Krabi entfernt liegt diese schöne Bucht, umgeben von eindrucksvollen Kalksteinformationen… Auβerdem gibt es tolle Klettermöglichkeiten zu Aussichtspunkten und einer kleinen Lagune, schnorcheln kann man auch.

Wir verbrachten hier 2 von drei Tagen. Unsere ersten Strandtage in Thailand… 😉

Tiger Temple

Der Tiger Temple liegt auf einem Berg am Rande der Stadt Krabi. Voller Vorfreude auf eine wunderschöne Aussicht und einen tollen Sonnenuntergang meldeten wir uns für die Tiger-Temple-Challenge an und saβen am späten Nachmittag mit anderen Leuten aus dem Hostel auf der Ladefläche eines Pick Ups und fuhren in Richtung Tiger Temple. Dort angekommen liehen wir Frauen uns einen blauen Umhang, der eher einem Arztkittel glich, damit wir uns oben im Tempel die Schultern und Beine bedecken konnten (Respekt).

Was erwartete uns? Nicht mehr oder weniger als 1237 steile Treppenstufen, die zum Gipfel des Berges führten. Es stellte sich als anstrengender als gedacht heraus und bald wurde uns allen klar, warum das Hostel den Ausflug mit „Challenge“ betitelt hatte… Meine Klamotten waren innerhalb von wenigen  Minuten nass geschwitzt, nicht zuletzt wegen der drückenden Hitze, die trotz der späten Uhrzeit noch zu spüren war.

Wir wurden belohnt! Was für ein schöner Ausblick, was für eine Ruhe und was für ein gutes Gefühl, diese 1237 Treppen erklommen zu haben 😀

Nationalpark Kao Yai

Wie erkundet man am besten einen Nationalpark? Naja entweder man zeltet mitten im Park auf einem Campground oder man bucht eine Trekkingtour. Wir haben uns aus Zeit- und Ausrüstungsgründen für Letzteres entschieden, da wir nur 1 1/2 Tage für den Park einplanten. Hat es sich gelohnt? Ja!!

Unserem Freund und Helfer, dem Lonely Planet folgend sind wir im Greenleaf Guest House in der Nähe eines Parkeingangs untergekommen. (150 Baht/Nacht = 3,80 Euro). Schon in Chiang Mai wurde uns dieses Guest House von zwei Deutschen empfohlen, die genau wie wir hier eine 1 1/2 tägige Tour gemacht haben.
Am Montag reisten wir also mit einer 13h-Busfahrt von Pai aus über die Nacht an. (Im Vergleich zum Nachtzug wesentlich unkomfortabler, da uns Betten versprochen wurden,buchten wir die VIP-Klasse; letzten Endes gab es allerdings nur stark zurück klappbare Sitze, aber mit Massagefunktion 😉 Wie übertrieben!)

Tipp: Die beste Busverbindung ist der Nachtbus von Chiang Mai nach Kohrat (650 Baht = 16 Euro) und dann mit einem normalen Bus weiter nach Pak Chong, von wo aus der Park leicht zu erreichen ist.

 

Tag 1: Fledermäuse, Spinnen und Hundertfüβler

Jedenfalls wurden wir im Guest House herzlich empfangen und entschieden uns, direkt die Tour am Nachmittag mitzunehmen.
Nachdem wir gefühlt Tonnen Mosquito Spray und Sonnencreme auf die Haut geschmiert hatten, kletterten wir in die Jeeps, die vor dem Hostel bereit standen. Juhu – die Gruppe aus dem Hostel bestand zum Groβteil aus Spaniern, sodass ich meinen Spaβ hatte, Spanisch zu sprechen.
Uns erwartete eine Höhle, welche Mönchen als Meditationsstätte dient, voller Fledermäuse. Der Gestank in der Höhle durch den „guano“ (= Fledermaus*******) war kaum auszuhalten, trotzdem waren wir überweltigt von dem Anblick hunderter Fledermäuse!

 

 

 

 

 

Auβerdem begegneten uns seltene Tiere, wie ein Hundertfüβler oder (Achtung Harrypotterfans!!!) folgende Skorpionsspinne, welche im 4. HarryPotterTeil in einer Stunde der dunklen Künste von Mad Eye Moody gefoltert wird 😉
Kaum hatte mich der Guide, Joe, gefragt, ob ich mich trauen würde, die Spinne mal im Gesicht zu fühlen und ich mich nicht wehrte, saβ diese auch schon über meinem rechten Auge.
Nach der Höhle ging es zu einem Aussichtspunkt, wovon man beobachten konnte, wie eine halbe Stunde lang 4 Millionen Fledermäuse aus ihrer Höhle flogen, um in der Abenddämmerung zu jagen. Man hätte von weitem fast meinen können, der Schwarm an Fledermäusen wären Rauchschwaden gewesen.
Zur Abkühlung sprangen wir bzw. letzten Endes war ich die einzige, da die anderen wahrscheinlich durch die teilweise giftigen Tiere, welche wir heute gesehen hatten, abgeschreckt waren, in einen kleinen, angelegten See, bevor es zum Hostel ging.
Abends waren wir heilfroh über unser Doppelzimmer und sanken in die vergleichsweise (zur letzten Nacht im Bus und den Nächten zuvor in Pai) federweichen Matratzen und schliefen bis 7.00 Uhr am nächsten morgen wie Babies.

 

 

 

Tag 2: Krokodile, Affen, Gibbons und Waterdragons

Der Tag beginnt mit einer angenehmen Truck-Fahrt in den Nationalpark. Dort angekommen heiβt es, dass wir noch ein Stück weiter fahren, um evtl wilde Elefanten zu sichten. Da hatten wir wohl leider kein Glück. Bzw. im Nachhinein ist die Frage, ob die Führer nicht sogar diese „Elefantensuche“ nur erfunden haben, um die Touries bei Laune zu halten. Wilde Elefanten zu sehen, ist wohl eher eine Seltenheit.
Trotzdem war ich begeistert von der Unberührtheit der Natur. Der Guide lotse uns einen schmalen Pfad entlang mitten durch Lianen und meterhohen, hunderte von Jahre alten Bäumen. Rechts von uns fiel der Pfad ca. 2m zu einem Fluss ab. Und nachdem wir einen „Waterdragon“ (s. Bild) entdeckten, fingen plötzlich die Spanier an „crocodillo“ zu rufen und nachdem ich schnell zur Gruppe aufgeschlossen hatte, sah ich das erste Mal ein wildes Krokodil vielleicht aus 5m Entfernung! Cool! Definitiv ein Erlebnis. Beunruhigt beobachtete ich dann jedoch, wie es langsam aus dem Wasser herauskroch und im Dickicht der Farngewächse verschwand. Zum Glück auf der anderen Seite des Ufers….

 

Mein persönliches Highlight der Tour, waren die Affen, welche wir am Schluss in der Nähe des Visitorcentres beobachten konnten. Ein Affe hüpfte sogar schnell in unseren Truck, als wir ausgestiegen waren, und klaute sich unser Toastbrot, das wir achtlos offen daliegen gelassen hatten. Als wir das sahen, sprinteten wir zurück zum Truck, um unsere Rucksäcke zu sichern!

Ich versuchte mich an ein paar Schnappschüssen und filmte zwei herumtollende Affen. Zu meinem groβen Entsetzen sprang einer der Affen plötzlich unerwartet in meine Richtung und schien meine Kamera mit seinen schelmischen Augen zu fixieren. Ich stolperte rückwärts … Und stampfte dann einmal laut auf den Boden, zum Glück hatte er sich wohl schon wieder auf etwas anderes konzentriert und ich bin also immer noch stolze Besitzerin meiner Kamera…! Das Video hierzu wird noch hochgeladen… 😉

 

 

Tipp: Die 1 1/2 tägige Tour kostet 1500 Baht (= 38,50 Euro) incl. Eintrittsgebühr in den Park (400 Baht), Essen, Trinken und Transport, wer allerdings richtig wandern möchte, weniger auf dem Truck durch den Park fahren möchte, und etwas mehr Zeit einplant, sollte den Park auf eigene Faust erkunden und ein Zelt mitnehmen, um auf dem Campground zu zelten.

Pai: Inmitten von Dschungel, Wasserfällen und heiβen Quellen

Hostel

Was für ein ausgefallenes Hostel… das „UP2U Guesthouse“  liegt etwas auβerhalb des Dorfes.

UP2U Guesthouse

 

Frühstück

Super Ort zum entspannen. Das Guesthouse liegt direkt am Fluss und bietet einen wunderschönen Ausblick. Der Gemeinschaftsraum erinnert an eine Art Baumhaus mit kleinen Holztischen und Hängematten. Gerade haben wir unser Frühstück hier genossen…

Das einzige Manko an diesem Ort der Stille sind die harten Matratzen. Man hätte wohl genausogut auf einer Isomatte auf dem Boden schlafen können…

 

Budget: 160 Baht (= 4,10 €)

 

Essen

Da es in Pai eine relativ schlechte Wasserversorgung gibt, sollte man aufpassen, wo man isst und wenn möglich vorher einen Blick in die Küche erhaschen, ob es flieβendes Wasser gibt, denn sonst wird das Besteck immer im gleichen Wasser gewaschen. Also Vorsicht geboten!

Tipp: no. 9 @ Pai Das Essen wird vor deinen Augen frisch zubereitet. Das Personal und der Koch sind sehr höflich und es schmeckt vor allem sehr lecker!

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Budget: 160 – 300 Baht (4 € – 7,60 €)

 

 

Pai Canyon

Am ersten Abend mieteten wir uns einen Roller und düsten zum Pai Canyon. Der erste schöne Sonnenuntergang in der Natur auf dieser Reise… nach den Städten endlich angekommen.

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Hot Springs

Nach einer kurvenreichen und sehr steilen Fahrt in ein Naturschutzgebiet ca. 9 km auβerhalb von Pai kamen wir am nächsten Tag zu natürlichen warmen Quellen. Das Wasser hatte Badewannetemperatur und es war wunderbar zum entspannen. Allerdings super touristisch. Wir fühlten uns wie in einem Thermalbad mitten in der Natur. Einheimische waschten sich hier mit Shampoo und rubbelten die Haut ihrer Kinder mit Steinen ab. Die Touristen fanden ihren Spaβ daran, sich den Schlamm vom Grund des Tümpels auf das Gesicht zu schmieren und sich einzubilden, in einem SPA zu sein.

Pai Hot Springs

 

 

Thai Massage von blinden Masseuren

Tagelang sehen wir immer wieder Massagesalons, welche mit Spottpreisen verschiedenste Massagen anbieten… Im Vergleich zu Bangkok sind die Preise in Chiang Mai noch niedriger.. 1h Massage kostet ca. 180 – 200 Baht (= 4,70 €).

Nun war also der Tag gekommen für unsere erste Thai-Massage. Eine Ganzkörpermassage ohne Öl. Von mehreren Reisenden hattten wir gehört, dass das unter Umständen ein ziemlich schmerzhaftes Unterfangen werden könnte.

Es stellte sich also die Frage, wem man seinen Körper anvertrauen Blind Massae Chiang Maisollte, ohne danach völlig gerädert herauszugehen. Überfordert von der Vielzahl an Massagesalons entschieden wir uns letzen Endes für den vielleicht ungewöhnlichsten Salon: Blind Massage.

 

Abgesehen davon, dass es meine erste Massage in einem Massagesalon war, war es eine ungewöhnliche Erfahrung, denn die Thaimassage erfodert Körpereinsatz, und ist nicht nur zum Entspannen da. Ich betrat das Studio und wurde in einen abgedunkelten Raum mit 6 nebeneinander stehenden Massageliegen geführt.

Zwei Liegen waren belegt. Ein deutsches Ehepaar. (So viele Deutsche wie in Thailand habe ich auf meinen Reisen noch nie getroffen.) Mit Entsetzen schaute ich den Mann an, der immer wieder leise fluchte und aufschrieh, als die Masseurin offensichtlich sehr empfindliche Punkte an seinem Oberarm drückte. Unsicher warf ich einen Blick auf die Frau rechts neben ihn. Ihr schien es zu gefallen, dass ihr Mann leidete und konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. Zum Glück hatte ich mich vorher bei der Rezeptionistin nach dem Wort für „sanft“ in  Thai erkundigt, sodass ich meinem Masseur wohl klar machen konnte, dass ich keine Schmerzen erleiden wollte.

Ich bekam eine viel zu groβe grüne Hose aus Stoff, die sich wie Seide anfühlte gereicht. Schnell lag ich auch schon auf der Massageliege und versuchte langsam mich zu entspannen. Erst das linke Bein, dann das rechte…, als er sich zu meinen Füβen vorarbeitete erschrak ich, als er plötzlich ruckartig meine Zehen weg von meinem Körper zog, sodass ein unangenehmes Knachsen zu hören war…  dann die Arme, der Rücken, die Schultern, der Kopf.

Nun auch schmunzelnd hatte ich den Mann neben mir  beobachtet, der es offensichtlich genoss, zu leiden. Die Masseurin, eine kleine zierliche Frau, wendete ihre ganze Körperkraft auf und stand in der Zwischenzeit auf der Massageliege hinter dem mann und drückte mit all ihrer Kraft ihre Hände in die Schultern des Mannes. Ein verrücktes Bild.

Später stand auch mein Masseur, ein dünner Mann mitte fünzi,  hinter mir auf der Liege und kniete sich dann hinter mich. Umschlang meinen Oberkörper und wiegte mich zunächst wie ein Kind, indem er meinen Oberkörper langsam von links nach rechts drehte. Dann einmal ruckartig in beide Richtungen und mit einem „okay Madame“ entlieβ er mich schlieβlich.

Was für eine Erfahrung! Sicherlich war das nicht meine letzte Thai-Massage auf dieser Reise.

 

Budget: 200 Baht (5 Euro)/ 1 h

 

Thai lernen #2 „Ich haette gerne einen Mango-Shake“

 

So… mein Thai wird etwas besser 😀 Die Leute sind begeistert, wenn man versucht Thai zu lernen und sind super freundlich und hilfsbereit. So wie die Besitzerin dieses empfehlendswerten Restaurants 😉

Tipp: Coconut Shell, beste Fruitshakes und tolles Thai-Essen in Chiang Mai für günstige Preise!

Shrimp mit Gemüse

 

Tom Kha Kai

Adresse: https://www.google.com/maps/place/Ratmakka+Rd,+Amphoe+Mueang+Chiang+Mai,+Chang+Wat+Chiang+Mai+50200,+Thailand/@18.7851999,98.9916172,19z/data=!4m5!1m2!2m1!1schiang+mai,+ratchapakinai!3m1!1s0x30da3a9f5f9c1f1b:0xe4f982e7d7ab9650

 

 

 

 

Mediations-Camp bei Chiang Mai

Als ich gehört habe, dass man hier in Chiang Mai Meditationskurse (Programm: Monk Chat) belegen kann und von buddhistischen Mönchen unterrichtet wird, habe ich mich sofort danach im Hostel erkundigt.
Ich erfuhr, dass es ein Meditation Retreat Centre etwas ausserhalb der Stadt gibt, wo jeden Dienstag auf Mittwoch ein Kurs angeboten wird. Die Anmeldung erfolgt über Email. Da wir am Montag ankamen, habe ich mich also erst ein Tag vorher spontan angemeldet.

 

 

Etwas aufgeregt packte ich am nächsten Morgen das Nötigste in einen kleinen Rucksack und ließ die anderen Sachen im Hostel. Erfreut erfuhr ich, dass mich noch vier andere aus dem Hostel begleiten würden. Ellen, Daniel, Marco und Trudi. Wir nahmen also zusammen ein Taxi zum Treffpunkt an einem Tempel in der Stadt, wo wir zunächst auf die anderen Teilnehmer trafen, uns registrierten und schließlich eine kleine Einführung in den Buddhismus bekamen.
Dann folgte eine 30-minütige Taxifahrt heraus aus der Stadt in das Meditstionszentrum.Wieder saß ich mit anderen Reisenden im Taxi und schnell lernte man sich kennen und hielt ein bisschen small talk über das Reisen:
…zwei Brasilianerinnen, die ein Jahr um die Welt reisten
… ein Franzose, der allein reiste
… Aly, die mit ihremMann reiste (frisch verheiratet, 2 Monate nachdem sie sich kennen gelernt hatten, waren
sie schon verlobt)
…. ein Kanadier und eine Britin, die sich in der Karibik auf einer kleinen Insel kennen gelernt hatten, da ihr Job
sie dort hin verschlagen hatte
… ein deutsches 19- Jähriges Mädchen, welche in Köln den Shop „Made Kind“ aufgemacht hat und um Ware zu besorgen einmal um die Welt reist.
Warum ich das so genau schildere? Das Smalltalken sollte unser letztes Gespräch für 24h sein!!!

Angekommen auf dem Zentrumsgelände sollte man sich in Zweiergruppen zusammen finden, um das Zimmer für die Nacht zu beziehen. Ich hatte Glück und teilte das Zimmer, welches spaerlich mit einem Bett mit harter Matratze und Schrank ausgestattet war, mit einer sehr netten Kolombianerin.

Dann erfuhren wir, dass auf dem Gelände „Silence“ herrsche und wir bis zum Ende des Kurses (bis auf eine
Fragestunde) nicht mehr reden sollten. Es erschien mir entgegen aller Erwartung überhaupt nicht komisch, da jeder mitmachte und langsam fing es an mir zu gefallen, da ich nach Bangkok diese Ruhe foermlich in mich aufsaugte.

Meditation: Insight Meditation

Wir lernten vier verschiedene Meditationspositionen: Sitzen, stehen, gehen und liegen, wobei letztere mich eher zum einschlafen gebracht hat, als dass ich dadurch bewusster geworden waere.
Bei der Insight Meditation geht es nicht darum, den Geist zu leeren, sondern mit allen Sinnen den gegenwärtigen Moment wahrzunehmen.
Afangs erprobt man sich in den verschiedenen Meditationsarten in Abschnitten von 10min. Später wurden diese erhöht auf 20 min.

Heute morgen wurden wir um 5.00 Uhr von heftigen Gong-Schlaegen geweckt. Meine Zimmernachbarin machte gefuehlt 1 Sekunde spaeter das Licht an. Zum Glueck hatte ich meine Schlafmaske noch auf! Langsam gewoehnte ich mich an das Licht und sprang kurz unter die Dusche. Viel geschlafen hatte ich nicht, weil ich wegen des Jetlegs nicht einschlafen konnte, trotzdem folgte ich, gespannt, was mich erwarten würde, schnell meiner Zimmernachbarin in den Uebungssaal, wo einige verschlafene Gesichter auf uns warteten. Zunaechst fuehrten wir das gestern eingeübte Ritual durch, den Buddha und die Natur zu ehren, indem wir kniend die Handflaechen vor der Brust zusammen fuehrten, dann die Haende zur Stirn hoben und langsam den Kopf nach vorne auf den Boden neigten und die Haende flach neben uns legten.

Es folgte Gesang und eine 15-minuetige Meditationssitzung. Meditieren am Morgen, stellte sich heraus, ist viel einfacher als am Abend, da man durch den Schlaf nicht so viele Gedankenspruenge hat.

Danach machten wir zum Sonnenaufgang eine Stunde Yoga – genialer Start in den Tag.


Beim Frühstück 
entstand ein angenehmes Gemeinschaftsgefühl, denn nachdem sich alle ihr Essen serviert hatten, betete man zusammen. Erst dann wurde gegessen. In Stille und langsam.

Ich merkte, dass ich im Alltag das Essen oft gar nicht mehr richtig wahrnehme und nehme mir vor in Zukunft bewusster zu Essen. Nicht nur zu essen … Das kann man ja auf alle Bereiche des Lebens übertragen.

Der Tag endete mit einigen Meditationssitzungen und einer Fragestunde, in der die Mönche für Fragen zur Verfügung standen, die sich dann in ei e gemütliche Diskussionsrunde wandelte. (Wahrscheinlich genoss es jeder, mal wieder zu reden).

Ich empfehle jedem, der mehr Zeit hat und sich für Meditation interessiert einen mehrtägigen Kurs mitzumachen.
Budget: 500 baht (= 11,20 Euro), incl. Transport, drei Mahlzeiten, Unterkunft, Kurs