Mediations-Camp bei Chiang Mai

Als ich gehört habe, dass man hier in Chiang Mai Meditationskurse (Programm: Monk Chat) belegen kann und von buddhistischen Mönchen unterrichtet wird, habe ich mich sofort danach im Hostel erkundigt.
Ich erfuhr, dass es ein Meditation Retreat Centre etwas ausserhalb der Stadt gibt, wo jeden Dienstag auf Mittwoch ein Kurs angeboten wird. Die Anmeldung erfolgt über Email. Da wir am Montag ankamen, habe ich mich also erst ein Tag vorher spontan angemeldet.

 

 

Etwas aufgeregt packte ich am nächsten Morgen das Nötigste in einen kleinen Rucksack und ließ die anderen Sachen im Hostel. Erfreut erfuhr ich, dass mich noch vier andere aus dem Hostel begleiten würden. Ellen, Daniel, Marco und Trudi. Wir nahmen also zusammen ein Taxi zum Treffpunkt an einem Tempel in der Stadt, wo wir zunächst auf die anderen Teilnehmer trafen, uns registrierten und schließlich eine kleine Einführung in den Buddhismus bekamen.
Dann folgte eine 30-minütige Taxifahrt heraus aus der Stadt in das Meditstionszentrum.Wieder saß ich mit anderen Reisenden im Taxi und schnell lernte man sich kennen und hielt ein bisschen small talk über das Reisen:
…zwei Brasilianerinnen, die ein Jahr um die Welt reisten
… ein Franzose, der allein reiste
… Aly, die mit ihremMann reiste (frisch verheiratet, 2 Monate nachdem sie sich kennen gelernt hatten, waren
sie schon verlobt)
…. ein Kanadier und eine Britin, die sich in der Karibik auf einer kleinen Insel kennen gelernt hatten, da ihr Job
sie dort hin verschlagen hatte
… ein deutsches 19- Jähriges Mädchen, welche in Köln den Shop „Made Kind“ aufgemacht hat und um Ware zu besorgen einmal um die Welt reist.
Warum ich das so genau schildere? Das Smalltalken sollte unser letztes Gespräch für 24h sein!!!

Angekommen auf dem Zentrumsgelände sollte man sich in Zweiergruppen zusammen finden, um das Zimmer für die Nacht zu beziehen. Ich hatte Glück und teilte das Zimmer, welches spaerlich mit einem Bett mit harter Matratze und Schrank ausgestattet war, mit einer sehr netten Kolombianerin.

Dann erfuhren wir, dass auf dem Gelände „Silence“ herrsche und wir bis zum Ende des Kurses (bis auf eine
Fragestunde) nicht mehr reden sollten. Es erschien mir entgegen aller Erwartung überhaupt nicht komisch, da jeder mitmachte und langsam fing es an mir zu gefallen, da ich nach Bangkok diese Ruhe foermlich in mich aufsaugte.

Meditation: Insight Meditation

Wir lernten vier verschiedene Meditationspositionen: Sitzen, stehen, gehen und liegen, wobei letztere mich eher zum einschlafen gebracht hat, als dass ich dadurch bewusster geworden waere.
Bei der Insight Meditation geht es nicht darum, den Geist zu leeren, sondern mit allen Sinnen den gegenwärtigen Moment wahrzunehmen.
Afangs erprobt man sich in den verschiedenen Meditationsarten in Abschnitten von 10min. Später wurden diese erhöht auf 20 min.

Heute morgen wurden wir um 5.00 Uhr von heftigen Gong-Schlaegen geweckt. Meine Zimmernachbarin machte gefuehlt 1 Sekunde spaeter das Licht an. Zum Glueck hatte ich meine Schlafmaske noch auf! Langsam gewoehnte ich mich an das Licht und sprang kurz unter die Dusche. Viel geschlafen hatte ich nicht, weil ich wegen des Jetlegs nicht einschlafen konnte, trotzdem folgte ich, gespannt, was mich erwarten würde, schnell meiner Zimmernachbarin in den Uebungssaal, wo einige verschlafene Gesichter auf uns warteten. Zunaechst fuehrten wir das gestern eingeübte Ritual durch, den Buddha und die Natur zu ehren, indem wir kniend die Handflaechen vor der Brust zusammen fuehrten, dann die Haende zur Stirn hoben und langsam den Kopf nach vorne auf den Boden neigten und die Haende flach neben uns legten.

Es folgte Gesang und eine 15-minuetige Meditationssitzung. Meditieren am Morgen, stellte sich heraus, ist viel einfacher als am Abend, da man durch den Schlaf nicht so viele Gedankenspruenge hat.

Danach machten wir zum Sonnenaufgang eine Stunde Yoga – genialer Start in den Tag.


Beim Frühstück 
entstand ein angenehmes Gemeinschaftsgefühl, denn nachdem sich alle ihr Essen serviert hatten, betete man zusammen. Erst dann wurde gegessen. In Stille und langsam.

Ich merkte, dass ich im Alltag das Essen oft gar nicht mehr richtig wahrnehme und nehme mir vor in Zukunft bewusster zu Essen. Nicht nur zu essen … Das kann man ja auf alle Bereiche des Lebens übertragen.

Der Tag endete mit einigen Meditationssitzungen und einer Fragestunde, in der die Mönche für Fragen zur Verfügung standen, die sich dann in ei e gemütliche Diskussionsrunde wandelte. (Wahrscheinlich genoss es jeder, mal wieder zu reden).

Ich empfehle jedem, der mehr Zeit hat und sich für Meditation interessiert einen mehrtägigen Kurs mitzumachen.
Budget: 500 baht (= 11,20 Euro), incl. Transport, drei Mahlzeiten, Unterkunft, Kurs

Rooftop Bar, Marriott Hotel

 

Um einen tollen Ausblick ueber Bangkok zu bekommen, fuehrte es uns auf eine Rooftop Bar. Super Stimmung dort oben mit toller Musik.

Tipp: Mein Bruderherz hatte mir den Tipp der Rooftop Bar des Marriott Hotels gegeben, da hier wohl Happy Hour waehrend des Sonnenuntergangs ist… und siehe da, dem war auch so. (18.00 – 19.00 Uhr, alle Cocktails zum halben Preis!)

Budget: Cocktails: 350 Baht (= 9 Euro), alkoholfrei: 225 Baht (= 5,70 Euro)

 

Unserer Meinung nach ein Muss in Bangkok! Leider ist der Ausblick auf dem Video nicht so gut zu erkennen, deshalb hier nochmal ein Bilder:

 

Ca. 2 h spaeter, auf dem Weg in Richtung Ausgang entschieden wir uns im Aufzug spontan im Poolbereich auszusteigen und wurden von einer superschoenen Poolanlage mit Infinity Pool ueberrascht. Dort verquatschten wir uns und irgendwann lagen wir dann staunend auf der Holzterasse und streckten unsere Fuesse in das lauwarme Wasser.

 

Bangkok – Tuk Tuk, Wat Pho und Pad Thai

Hostel

Nach einer scheinbar unendlichen Reise (da wir mit 4 Stunden Verspaetung von Abu Dhabi losgeflogen sind) kamen wir gestern Mittag in unserem Hostel de Talak, welches im Stadtviertel „Sukhumvit“ liegt, an.

Budget/Nacht: 255 Thai Baht (= 6,54 Euro)

Saubere Betten, Englisch an der Rezeption und Free Ice Cream und Trinkwasser 😉

 

Tuk Tuk

Es ist 17.00 Uhr und wir fuehlen uns muede nach der Reise. Allerdings tat die Dusche im Hostel gut und nachdem wir uns Tempel-adequat gekleidet haben (langer Rock/Hose + T-shirt, welches die Schultern bedeckt) geht los in die Innenstadt.

Mit was bewegt man sich in Bangkok am besten vorwaerts?

Da gibt es die Metro, den Skytrain, Taxis, Mototaxis, Faehren, Busse (die so vollgestopft sind, dass man Angst hat die Scheiben brechen und der Bus platzt) und ………

…….. Tuk Tuks: Das beliebteste Fortbewegungsmittel der Touristen. Also dachten wir uns, probieren wir das gleich mal am ersten Tag aus. Das Tuk Tuk aehnelt einem italienischen Ape, man sitzt hinten gemuetlich auf bunten Ledercouches und geniesst eine rasante Herumkutschierei. Zugegeben wir fuehlten uns wie typische reiche „Europaer“ und werden wahrscheinlich kein Tuk Tuk mehr hier fahren, weil wir auf die billigeren Taxis umgestiegen sind. (1/2 h = 2,60 Euro)

                       

 

   Tipp: Immer zuerst einen Local fragen, wie viel die geplante Fahrt ca. kostet um Abzocke zu vermeiden. 🙂

 

 

Wat Pho

Wat Pho liegt im historischen Zentrum Bangkoks und bietet eine Alternative zum ueberlaufenen Wat Prah Kaew. Es handelt sich um ein wunderschoenes Tempelzentrum.

 

Wir kommen also an, zahlen 100 Baht Eintritt (= 2,60 Euro) und sind erst mal ueberweltigt von der Andersartigkeit und Ruhe, die von diesem Platz ausgeht. Es weht ein angenehm kuehles Lueftchen durch kleine Wasseranlagen und im Hintergrund toent eine entspannende Meditationsmusik aus einem kleinen Lautsprecher direkt am Stand, wo es fuer jeden Besucher ein „gratis Wasser“ gibt.

Insgesamt verbringen wir knapp 2h auf der Tempelanlage und entspannen, geschlaucht von der langen Reise.

Riesiger, liegender Buddha: ueber 40m lang

 

Pad Thai

Super lecker gegessen haben wir auch noch 🙂 Ich hatte zwar Angst, dass es scharf wird hier in Thailand, aber bei Pad Thai hatte ich Glueck 😉 Pad Thai gibts entweder mit Reis oder Nudeln, Bambussprossen und Gemuese.

 

Pad Thai, vegetarisch

 

 

Warum Thailand?

[freeworldcontinentmap]

Eins stand fest: Wir wollen zusammen “backpacken“, und zwar in einem Land, welches wir beide noch nicht kennen und wo man sich am besten mit Englisch durchschlagen kann. (Inwiefern das möglich ist, werden wir wohl erst noch herausfinden…)
Außerdem: Raus aus dem ewigen Winter in Deutschland und damit auch raus aus Europa.
Seit dem Film “Die Geisha“ zog es Clara nach Asien. Also ließ ich mich von ihr mitreißen und der Kontinent stand fest.
Die erste Wahl fiel dann auf Thailand, weil es was den Tourismus angeht schon sehr früh geöffnet war und dementsprechend zum Backpacken gut erschlossen ist.

Natürlich hoffen wir auf geniale Strände, um uns vom Klausurenstress zu erholen… Außerdem freu ich mich auf Wasserfälle, Dschungel und Elefanten im Norden bei Chiang Mai.

Ich freue mich, in eine neue Kultur einzutauchen… vier Wochen sind zwar nicht genug, aber doch ausreichend, um einen Einblick zu bekommen 🙂

Erster Blogeintrag – Morgen geht’s nach Thailand

Sooooo… morgen geht der Flieger nach Thailand!

Letzte Woche noch im Klausurenstress, dann Umziehen und morgen geht es schon nach Bangkok – die Semesterferien müssen natürlich ausgenutzt werden! Ich packe meinen Koffer und nehme mit… naja um ehrlich zu sein ist es gar kein Koffer, es handelt sich bei dem Prachtstück um meinen geliebten Reiserucksack von Deuter (Frauenmodell mit einer bunten Blume… leider sieht man dieses nur zu oft beim Reisen und es besteht Verwechslungsgefahr ;-))!

Abflughafen ist der gute alte Stuttgarter Flughafen (der ja neuerdings den Namen des ehemaligen Oberbürgermeister Manfred Rommel trägt).

 

555 Euronen kostet uns der Hin- und Rückflug von Stuttgart über Abu Dhabi nach Bangkok. Durchgeführt von AirBerlin und Etihad Airways.

Wir haben uns auf skyscanner.com zwar in die Schlacht nach dem billigsten Flug gestürzt, allerdings war letzten Endes der Flug direkt auf der Homepage von Etihad nur 20€ teurer, sodass wir ihn dort gebucht haben.

 

… jetzt schnell ab ins Bett! Schließlich geht der Flieger schon morgen früh. 🙂