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Praktikum in Rio de Janeiro

Ein Praktikum in Rio – der angeblich schönsten Stadt der Welt!

In diesem Eintrag erzähle ich dir von meinem 3-monatigen Praktikum in Rio de Janeiro! Eigentlich stand von Anfang an der Ort fest: „A Cidade Maravilhosa“.

rio-de-janeiro-1534128_1920Aber zunächst erstmal: Wie findest du das richtige Auslandspraktikum? Schau doch einfach mal hier vorbei – meine Tipps will ich dir nicht vorenthalten. 😉 Ich bin beispielsweise durch Erfahrungsberichte von anderen Studenten meiner Uni in Deutschland auf die Stiftung in Rio gekommen und habe mich dann auf ein ausgeschriebenes Praktikum bei der Stiftung beworben. Nach einem kurzen Skypeninterview mit Landeskundewissen und kurzem Test, ob ich denn auch Portugiesisch spreche, kam die Zusage und ich konnte mich in die Vorbereitungen stürzen… Die Checkliste für dein Auslandspraktikum findest du in diesem Video.

 

Arbeitsalltag

Mein Arbeitgeber ist die Heinrich Böll Stiftung. Ich arbeite in einem der vier Auslandsbüros Lateinamerikas in Rio de Janeiro in Brasilien. Die Stiftung setzt sich hauptsächlich für Menschenrechte, Demokratie, Umweltpolitik und Geschlechtergleichstellung ein. Sie arbeitet mit Partnerorganisationen vor Ort zusammen und unterstützt so Projekte, die mit den vereinbarten Zielen und Leitbildern der Stiftung übereinstimmen.

Praktikum in Rio de Janeiro: Praktikumsplatz

Arbeitsplatz in der Stiftung

Als Praktikantin habe ich die Chance, die Arbeit der Stiftung näher kennen zu lernen und einen Einblick in die verschiedenen Aufgabenfelder der Programmkoordinatoren (z.B. von Menschenrechten) zu bekommen. Meine Aufgaben bestehen hauptsächlich aus Übersetzungs- und Recherchearbeiten und dem Erstellen des Pressespiegels für die Mitarbeiter der Stiftung. Darüber hinaus habe ich die Möglichkeit an Veranstaltungen und Diskussionsrunden, welche von der Stiftung organisiert sind, teilzunehmen und mir dadurch einen guten Überblick über den politischen Diskurs zu verschaffen. Nebenbei verbessern sich meine Sprachkenntnisse unheimlich und ich lerne viel über die Arbeit in einem interkulturellen Team. Hierzu werde ich übrigens ein kleines Seminar vorbereiten, um mit den Mitarbeitern in einem interaktiven Vortrag über die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und Brasilien zu reden und die Chancen einer interkulturellen Zusammenarbeit herauszuarbeiten.

Meine Motivation

Im Rahmen von meinem Studium „International Cultural and Business Studies“  and der Universität Passau mit dem Schwerpunkt auf dem ibero-romanischen Kulturraum wollte ich unbedingt Erfahrungen in der Arbeitswelt in Lateinamerika sammeln. Also warum nicht ein Praktikum in Rio? Entwicklungszusammenarbeit hat mich seit meinem Freiwilligendienst 13/14 in Kolumbien als mögliches späteres Arbeitsfeld immer schon interessiert und da bot sich das Praktikum hier in der Stiftung natürlich super an!

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Feijão

Typisches brasilianisches Essen: Feijão

Man nehme Reis, Bohnen, Fleisch und ein paar gute Freunde… und schon ist der Nachmittag gerettet! In Brasilien ist der Feijão das Nationalgericht – ein leckerer Bohneneintopf, der fast jeden Tag gegessen wird. Kein Scherz, das wird dir jeder Brasilianer bestätigen.

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Rezept

 

Zutaten

500 g Bohnen, schwarze
300 g Speck, z.B. Gelderländer Bauchspeck
1 Kopf Spitzkohl
1 Lorbeerblatt
1 m.-große Paprikaschote(n)
1 m.-große Tomate(n)
3 Zehe/n Knoblauch
1 kleine Zwiebel(n)
Salz und Pfeffer
 etwas Öl
Portionen

Zubereitung

Feijão (brasilianisches Nationalgericht)

Arbeitszeit: ca. 30 Min. / Koch-/Backzeit: ca. 2 Std. Ruhezeit: ca. 12 Std. / Schwierigkeitsgrad: normal

Die Bohnen müssen zunächst gut gewaschen und 12 Stunden eingeweicht werden. (Am Abend vorher einweichen!) Anschließend im Einweichwasser ohne Salz kochen.

Die Tomate halbieren, die Paprika klein schneiden, eine Knoblauchzehe durch die Presse drücken und alles zusammen mit dem Lorbeerblatt zu den auf kleiner Flamme köchelnden Bohnen geben. Nach kurzer Zeit kann man die Haut von Tomate und Paprika herausfischen.
Nach Geschmack mit Pfeffer würzen.

In der Zwischenzeit die Schwarte vom Speck abtrennen und diesen grob würfeln. Nach einer Stunde die Speckwürfel und die Schwarte mit in den Topf geben und noch eine weitere Stunde köcheln lassen.
Abschmecken und gegebenenfalls etwas salzen.

Den Spitzkohl vom Strunk befreien und grob kleinschneiden. Die zwei weiteren Knoblauchzehen auch durch die Presse drücken und mit Öl und Salz in eine Pfanne geben. Darin den Kohl anschwitzen.

Die Bohnen mit Reis und Spitzkohl als Beilagen servieren.